Das Bruchsaler Schloss - Vorwort zu den 80 Blättern (Mappe "Fritz Hirsch: Das Bruchsaler Schloss aus Anlass der Renovation (1900-1909)", erschienen: Heidelberg, Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1910; Mappe aus dem Bestand des Städtischen Museums Bruchsal; Reproduktion durch Dr. Manfred Schneider, mit freundlicher Genehmigung des Museums)
Das Bruchsaler Schloss - Kammerflügel [2] Südseite 1721-1726 (Blatt 15 der Mappe "Fritz Hirsch: Das Bruchsaler Schloss aus Anlass der Renovation (1900-1909)", erschienen: Heidelberg, Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1910; Mappe aus dem Bestand des Städtischen Museums Bruchsal; Reproduktion durch Dr. Manfred Schneider, mit freundlicher Genehmigung des Museums)
Das Bruchsaler Schloss - Verzeichnis der Tafeln (Mappe "Fritz Hirsch: Das Bruchsaler Schloss aus Anlass der Renovation (1900-1909)", erschienen: Heidelberg, Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1910; Mappe aus dem Bestand des Städtischen Museums Bruchsal; Reproduktion durch Dr. Manfred Schneider, mit freundlicher Genehmigung des Museums)

Das Bruchsaler Schloss – aus Anlass der Renovation (1900- 1909)
Herausgegeben von dem Grossh. Bad. Ministerium der Finanzen
5 Farbendrucke, 63 Lichtdrucke, 12 Photolithographien und 1 Textheft
Bearbeitet von Fritz Hirsch
Heidelberg – Carl Winter’s Universitätsbuchhandlung – 1910

VORWORT

Das Bruchsaler Schloss ist in seinem Aeussern und in seinen Nebengebäuden auch im Innern in den Jahren 1900-1909 aus Mitteln des badischen Domänengrundstocks mit einem Aufwand von nahezu 1 Million Mark wieder instandgesetzt worden. Dieser Anlass hat das Interesse weiter Kreise dem Bauwerk von neuem zugewendet, in der öffentlichen Meinung sind jedoch neben zahlreichen Stimmen der Anerkennung auch Zweifel laut geworden, ob die Aufwendung einer so bedeutenden Summe für die Erhaltung dieses Gebäudes berechtigt sei. Das Grossh. Ministerium der Finanzen hat daher mit Zustimmung der Landstände sich entschlossen, durch Herausgabe des vorliegenden Bilderwerks auf die hervorragenden Kunstschätze, die in diesem Kleinod deutscher Baukunst des 18. Jahrhunderts verborgen liegen, aufmerksam zu machen und seinen Kunstgehalt weitesten Kreisen vor Augen zu führen.

Die Anregung hiezu ging von dem inzwischen verstorbenen Oberbauinspektor EMIL LANG aus, dem die Leitung der Bauarbeiten in den Jahren 1900-1904 oblag und dem ein grosser Teil des Bildermaterials zu verdanken ist. Der gegebenen Anregung hat der gleichfalls verstorbene Finanzminister DR. A. BUCHENBERGER bereitwillig entsprochen. Die den Tafeln vorangestellte und beigefügte Baugeschichte entstammt der Feder des Bezirksbauinspektors DR. FRITZ HIRSCH. Als Nachfolger Lang’s in der Leitung der Renovationsarbeiten ist er wohl z. Zt. der beste Kenner des Bruchsaler Schlosses und war daher an erster Stelle berufen, dieses Bilderwerk vorzubereiten und die erforderlichen Erläuterungen zu verfassen. In eingehender Forschungsarbeit ist es ihm gelungen, neue geschichtliche Quellen zu erschliessen und an Stelle der bisherigen vielfach hypothetischen Baugeschichte dokumentarisch belegte Daten zu setzen. Ausser den von Jakob Wille bei seiner Schrift (J. Wille, Bruchsal, Bilder aus einem geistlichen Staat im 18. Jahrhundert, G. Braun, Karlsruhe 1897, 2. Auflage Heidelberg, Carl Winter, 1900) benützten Beständen des Grosssh. Generallandesarchivs wurden die Speierer Geh. Ratsprotokolle von 1721-1723 und 1727-1729, die Hofratsprotokolle von 1719-1760 und die Kabinettsprotokolle des Bischofs Stirum von 1770-1797 neu herangezogen. Ferner gaben die im städtischen Archiv in Bruchsal aufbewahrten Ratsprotokolle und die Kirchenbücher der Stadt-, der Hof- und der St. Peterspfarrei und soweit der Baumeister des Würzburger Schlosses Balthasar Neumann in Betracht kommt, die dienstwillig zur Verfügung gestellten Akten des KGL. KREISARCHIVS WÜRZBURG mancherlei Aufschluss. Die wertvollste Bereicherung unserer Kenntnisse verdanken wir der freundlichst gewährten Benützung der Familienarchive SR. ERL. DES GRAFEN VON SCHÖNBORN IN WIESENTHEID wie auch des FREIHERRN VON RITTER ZU GRUENSTEYN IN KIEDRICH. Die Aquarelle sind von Kunstmaler HEINRICH KLEY in Karlsruhe, die photographischen Aufnahmen von Professor F. SCHMIDT daselbst; die Reproduktionen waren der GRAPHISCHEN KUNSTANSTALT MEISENBACH RIFFARTH & Co. in München übertragen.

KARLSRUHE, im Dezember 1909. Grossh. Ministerium der Finanzen. Honsell

Galerie: Die Blätter der „Hirsch-Mappe“ – Historische Pläne und Bilder – Schloss Bruchsal

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