Schloss Bruchsal - Hauptbau - Beletage - Kuppelsaal - Kuppel - Von Westen - Ausschnitt aus dem rekonstruiertem Kuppelfresko, oberhalb des Durchgangs zum Fürstensaal - Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn als Erbauer der Residenz (gemalt von Johann Zick und Sohn Januarius, restauriert von Karl Manninger) (aufgenommen im Juli 2019, am späten Vormittag)
Schloss Bruchsal - Hauptbau / Corps de Logis - Beletage - Kuppelsaal - Von Osten - Blick vom Marmorsaal in den Kuppelsaal (aufgenommen im Mai 2019, am späten Vormittag)
Schloss Bruchsal - Hauptbau - Beletage - Kuppelsaal - Kuppel - Von Osten - Ausschnitt aus rekonstruiertem Kuppelfresko, oberhalb des Durchgangs zum Marmorsaal - Fürstbischof Franz Christoph von Hutten als Bauherr und Förderer der Künste (gemalt von Johann Zick und Sohn Januarius, restauriert von Karl Manninger) (aufgenommen im Juli 2019, am späten Nachmittag)

Kurze Beschreibung: Kuppelsaal (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

  • Baugeschichte
    • 1725: erste Arbeiten am Corps de Logis. Grundlage waren Risse von Maximilian von Welsch (aus Mainz) sowie Überarbeitungen von Michael Ludwig Rohrer (aus Baden-Baden) und Anselm Franz von Ritter zu Groenesteyn (aus Mainz).
    • 1726: Schörnborn lässt ohne Wissen von Ritter ein Zwischengeschoss (Mezzanin) zwischen Erdgeschoss und Beletage einfügen. Das machte die bestehende Planung der Hauptreppe von der Intrada zum Kuppelsaal zunichte.
    • Ritter legte eine neue Treppenplanung vor, die Schörnborn jedoch nicht zusagte. Schönborn bestand weiterhin auf dem teilweise schon gebauten Mezzanin, worauf der Architekt sich zurück zog.
    • 1727: Der verbleibende Architekt Rohrer fand keine adäquate Lösung und wurde von Schönborn entlassen. Johann Georg Stahl übernimmt die Bauaufsicht des weiteren Ausbaus.
    • 1728: Im Januar kommt Balthasar Neumann nach Bruchsal, besichtigt den Bau und sendet im Oktober neue Planungsunterlagen an Schönborn. Der Ausbau des Nord- und Südteils des Corps de Logis geht weiter.
    • 1731: Im Januar kommt Neumann erneut nach Bruchsal, um die Planungen zu besprechen. Für das „Loch in der Mitten“ fand er eine geniale Lösung.
  • Architektur
    • Neumann übernahm die Idee mit der Brücke zwischen den beiden Festsälen, weitete sie in der Mitte zu einer von einem Gewölbe getragenen Ebene aus, welche die ovale Form des Treppenraums aufnahm. Damit entstand unter der Plattform ein weiterer Raum, der später die Grotte werden sollte.
    • Zusätzlich fasste er die Plattform mit einer Balustrade ein, die in gleicher Weise auch um das Oval der Außenwände geführt wurde. Damit wurde die Sicht auf die Treppenläufe verdeckt und der Eindruck eines Saalraumes hervorgerufen.
    • Die Treppenläufe führte er über zwei Zwischenpodeste entlang der Außenwände um den mittigen Ovalkörper geschickt nach oben, der Antritt der Treppe konnte wie ursprünglich geplant auf der Westseite der Intrada verbleiben, der Austritt der Treppe war verkürzt und man betrat am oberen Ende der Treppe unmittelbar die Plattform.
    • Den Treppensaal hatte er zu den Lichthöfen hin mit wandhohen Fensteröffnungen konzipiert und als Abschluss nach oben eine Hohlkehle und darüber eine große Kuppel geplant.

Quelle: Kurt Lupp: Schloss Bruchsal – Bau, Zerstörung und Wiederaufbau

Galerie: Historische Pläne – Kuppelsaal (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

Galerie aktualisiert am 20.02.2022. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Galerie: Kuppelsaal (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

Galerie aktualisiert am 02.02.2023. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Galerie: Türen – Kuppelsaal (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

Galerie aktualisiert am 27.02.2019. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Galerie: Details – Kuppelsaal (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

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Galerie: Gesamtaufnahmen – Kuppelfresko – Kuppelsaal (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

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Galerie: Viertelsegmente – Kuppelfresko – Kuppelsaal (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

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Galerie: Hauptmotive – Kuppelfresko – Kuppelsaal (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

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Galerie: Nebenmotive der „himmlischen“ Zone – Kuppelfresko – Kuppelsaal (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

  • In den Nebenmotiven des „himmlischen“ Bereichs sind dargestellt:
    • die Providenz (Divina Providentia, göttliche Vorsehung) mit Weltkugel und Zepter mit einem Dreieck, darin das Auge Gottes
    • die Ewigkeit, versehen mit einem Sternenkranz, begleitet von einem Genius mit einer Schlange um den Bauch
    • der göttliche Beistand als Frau mit Helm, Schild und Schwert
    • die göttliche Ehre als Frau mit Posaune
    • die göttliche Erkenntnis als Frau mit Fackel in der Hand und Strahlenkranz um den Kopf
    • die göttliche Führung als Frau mit Zügeln in der Hand
    • die göttliche Glückseligkeit mit drei Kronen und Palmwedel
    • die göttliche Liebe als gekrönte Frau mit Kindern
    • der göttliche Schutz als Frau mit Schild
    • die göttliche Sicherheit als Frau mit Lorbeerzweig und Zepter
    • die göttliche Treue als junges Mädchen
    • die göttliche Weisheit als Frau mit Sternenkranz und Bischofsstab
    • der Zeitgott Chronos mit Holzbein, Sense und Stundenglas
    • der Göttin Concordia, die Eintracht im Bistum Speyer symbolisierend
    • die Ruhmesgöttin Fama mit Posaune
    • der Götterbote Hermes, der symbolisch für alle heidnischen Götzen gestürzt wird
    • die höchste Gottheit Jupiter mit erhobenem Arm und Krone
    • die Sieben Sternbilder
    • der Gott des Lichts Apoll mit Lyra
    • die Mondgöttin Luna mit Halbmond auf dem Kopf
    • der Kriegsgott Mars mit Rüstung, Helm und Schwert
    • der Götterbote Merkur mit geflügelten Füßen, geflügeltem Helm und Heroldstab mit Schlange
    • die Göttin der Liebe Venus
    • die Vier Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Luft) als Götter (Vulcanus,Neptun, Ceres, Juno)
    • Das Feuer als Vulcanus (Gott des Feuers und der Schmiede) mit Hammer
    • Das Wasser als Neptun (Gott des Wassers und Meeres) mit Dreizack
    • Die Erde als Ceres (Göttin des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit) mit Löwe und Früchten
    • Die Luft als Juno (Göttin der Geburt, Ehe und Fürsorge) mit einem Pfau
    • das blinde Heidentum als Frau mit einem Tuch vor dem Gesicht
    • ein Genius, Blitze auf niederstürzende nackte Gestalten schleudernd
    • der Bischof Jesse (erster Bischof von Speyer, um 346) als Hirte
    • der Bischof Athanasius (dritter Bischof von Speyer, bis 650 n.Chr.) als Hirte, mit rotem Gewand, Hut und Hirtenstab
    • der Merowingerkönig Dagobert mit Rüstung und Lorbeerkranz
    • weitere Staffagefiguren

Galerie aktualisiert am 13.12.2022. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Galerie: Nebenmotive des „irdischen“ Bereichs – Kuppelfresko – Kuppelsaal (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

Galerie aktualisiert am 08.12.2022. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Galerie: Kartuschen – Kuppelfresko – Kuppelsaal (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

Galerie aktualisiert am 04.12.2022. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Galerie: Sonstiges – Kuppelfresko –  Kuppelsaal (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

Galerie aktualisiert am 12.03.2019. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Quellen zum Bildprogramm

  • Elke Vogel: Macht und Ruhm vor Augen. Das Deckenfresko im Kuppelsaal von Schloss Bruchsal (Dokument der SSG BW, ausgelegt im Kuppelsaal) – 2020
  • Elena Hahn: Ikonographie der Fresken im Kuppelsaal, Schloss Bruchsal (internes Dokument der SSG BW) – 2018 (?)
  • Johannes Zick: Unterthänigstes Denckmahl Der schuldigsten Danckbarkeit… – 1756,
    siehe die digitalisierte Version der Uni Heidelberg