Schloss Bruchsal - Hauptbau / Corps de Logis - Von innen - Beletage - Jagdzimmer - Nördliche Wand, Westseite - Ausschnitt aus der Tapisserie "Musikanten" aus der "Groteskenserie" (Inv.Nr. G 104; Höhe x Breite: 335 cm x 205 cm; hergestellt in der Werkstatt von Philippe Behagle (Vater oder Sohn) in Beauvais zwischen 1685 und 1719; Entwürfe von Jean-Baptiste Monnoyer, Guy-Louis de Vernansal, Jean-Baptiste B(e)lin de Fontenay; restauriert 1960 und nach 2007) (aufgenommen im Februar 2021, am Nachmittag)
Schloss Bruchsal - Hauptbau / Corps de Logis - Beletage - Arbeitszimmer / Wohnzimmer - Westwand - Tapisserie "Abigail vor David" aus dem fünfteiligen Zyklus "Die Geschichte von David und Abigail" (Begebenheit aus dem Alten Testament, 1. Buch Samuel, Kapitel 25) (Inv.Nr. G 107; Höhe x Breite: 280,5 cm x 408 cm; Marke / Signatur: dreiblättriges Kleeblatt (rechte untere Ecke der Bordüre); hergestellt vermutlich in Brüssel, 3. Viertel des 16. Jahrhunderts) (aufgenommen im März 2020, am späten Vormittag)
Schloss Bruchsal - Hauptbau / Corps de Logis - Von innen - Beletage - Jagdzimmer - Östliche Wand, Nordseite - Ausschnitt aus der Tapisserie "Bacchus" aus der "Groteskenserie" (Inv.Nr. G 105; Höhe x Breite: 341 cm x 285 cm; hergestellt in der Werkstatt von Philippe Behagle (Vater oder Sohn) in Beauvais zwischen 1685 und 1719; Entwürfe von Jean-Baptiste Monnoyer, Guy-Louis de Vernansal, Jean-Baptiste B(e)lin de Fontenay; restauriert 1960 und nach 2007) (aufgenommen im Februar 2021, am Nachmittag)

Kurze Beschreibung: Tapisserien

Eine Tapisserie (bzw. ein Bildteppich, Wandteppich, Wirkteppich) ist das Erzeugnis einer Bildwirkerei, einer Technik des Einwirkens von Bildern und Motiven in ein textiles Gebilde. Obwohl die Technik der Bildwirkerei auch einen Webstuhl nutzt, ist sie von der Technik der Weberei zu unterscheiden. Bei der Wirkerei werden farbige Schussfäden nur bis zum Rand der im Karton (der bildlichen Vorlage) vorgegebenen Farbfläche hin- und zurückgewirkt, während sie bei der Weberei durch die gesamte Webebreite eingeschossen werden. Tapisserien können nicht maschinell erstellt werden, sie müssen zeitintensiv handwerklich gefertigt werden. Für einen Quadratmeter benötigt ein Wirker vier bis acht Arbeitswochen am Webstuhl.

Quellen: Beschreibungen angelehnt an Wikipedia/Bildwirkerei und andere Wikipedia-Artikel sowie an SSG BW / LMZ BW: Tapisserien – Wandteppiche aus den staatlichen Schlössern Baden-Württembergs

Vorzimmer: Tapisserien „Exotische Landschaften“

  • Ensemble: Fünfteilige Folge „Exotische Landschaften“
  • Manufaktur: Manufacture Royale d’Aubusson, Ateliers Reynaud und Pierre Couloudon
  • Zeit: 2. Viertel / Mitte 18. Jahrhundert
  • Beschafft unter: vermutlich August von Limburg-Stirum
  • Hängung: Anfang 20. Jh. vermutlich teilweise in südostlichen Räumen des oberen Zwischengeschosses des Hauptbaus
  • Folgende Tapisserie der Folge hängt nicht im Schloss: „Landschaft mit Reiher und Pagode“ (Inv.Nr. G 149).

Alle Bilder des Zimmers finden sich hier: Vorzimmer

Tapisserie „Ausblick auf einen Tempel mit Glocke“

  • Inventarnummer: G 133; Höhe x Breite: 289 cm x 311 cm; Marke / Signatur: DAVBVSSON.RAYNAV[D]; Restaurierungen: 1908, 1959 und nach 2007
  • Darstellung: im Vordergrund große Bäume und Pflanzen, mit einem Wasserlauf und Vögeln, im Mittelgrund ein Tempel, innen mit einer Glocke, oben mit einem Halbmond, links angeschnitten eine Art Pagode, im Hintergrund ein Gebirge

Galerie aktualisiert am 18.03.2021. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Tapisserie „Landschaft mit Truthahnpaar“

  • Inventarnummer: G 135; Höhe x Breite: 302 cm x 422 cm; Signatur: keine; Restaurierungen: 1959 und 2021
  • Darstellung: Landschaft mit großen Bäumen und Pflanzen, im Vordergrund ein Truthahnpaar, im Mittelgrund eine Architekturstaffage mit Schlangensäulen und einer Stoffdraperie, im Hintergrund Felsen sowie eine Treppe zu einem Pavillon

Galerie aktualisiert am 17.03.2021. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Tapisserie „Ausblick auf Tempel und Wasserfall“

  • Inventarnummer: G 134; Höhe x Breite: 296 cm x 374 cm; Signatur: MR.DAVBVSSON / P.COVLODON; Restaurierungen: 1911, 1959 und nach 2007
  • Darstellung: gestaffelte Hügel mit einem Wasserfall im Vordergrund, mit Pagoden, Pavillons, großen Bäumen und Pflanzen sowie Vögeln

Galerie aktualisiert am 16.03.2021. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Tapisserie „Blick auf Stadttor“

  • Inventarnummer: G 141; Höhe x Breite: 292 cm x 129 cm; Signatur: M.R.DAVBUSON; Restaurierungen: 1961 und 2021
  • Darstellung: großer Baum mit fremdländischen Blüten und große Pflanze mit Blüten sowie ein Vogel im Vordergrund, im Mittelgrund eine Stadtarchitektur mit einem Stadttor sowie Bäume und ein Wasserlauf, im Hintergrund ein Gebirge

Galerie aktualisiert am 17.03.2021. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Arbeitszimmer: Tapisserien „Die Geschichte von David und Abigail“

  • Ensemble: fünfteiliger Zyklus „Die Geschichte von David und Abigail“
  • Begebenheit aus dem Alten Testament, 1. Buch Samuel, Kapitel 25; in Bordüren Darstellungen antiker Götter
  • Manufaktur: unbekannt, wohl in Brüssel angesiedelt
  • Zeit: vermutlich 3. Viertel des 16. Jh. Die Tapisserien gehören zu den ältesten Tapisserien im Schloss Bruchsal.
  • Beschaffung: unklar, vermutlich gehörten die Tapisserien zum fürstbischöflichen Bestand.
  • Hängung: früher vermutlich in einem Kavalierszimmer im obersten Stockwerk; später (bestimmt ab 1928) bis zur Auslagerung vor den Bombenangriffen des Zweiten Weltkrieges im Arbeitszimmer; zwischen 1975 und 2002 im Museum „Höfische Kunst des Barocks“, einer ehemaligen Außenstelle des Badischen Landesmuseums Karlsruhe im Schloss Bruchsal
  • Folgende Tapisserie des Zyklus hängt nicht im Schloss: „Abigail unterrichtet Nabal“ (Inv.Nr. G 108).

Alle Bilder des Zimmers (und weitere Ansichten der Tapisserien) finden sich hier: Arbeitszimmer

Tapisserie „David schickt Botschafter zu Nabal“

  • Inventarnummer: G 110; Höhe x Breite: 282 cm x 344 cm; Signatur: dreiblättriges Kleeblatt; Restaurierungen: 1959, 1966 und nach 2007
  • Darstellung: Szenen aus dem 1. Buch Samuel, Kapitel 25, Verse 2-13
  • Hauptszene, rechts: König David beauftragt Gefolgsleute, den Schaf- und Ziegenzüchter Nabal aufzusuchen, um Unterstützung an Lebensmitteln für einen Feldzug zu erbitten.
  • Nebenszene, links: die Gefolgsleute unterbreiten Nabal die Bitte des Königs. Nabal weist die Boten ab.
  • Nebenszene, links im Hintergrund: David rüstet sich mit 400 Mann, um gegen Nabal zu ziehen.
  • Nebenszene, links unten: die Begebenheit spielt sich während der Zeit der Schafschur ab. Zwei Männer scheren Schafe.

Galerie aktualisiert am 25.12.2020. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Tapisserie „Abigail vor David“

  • Inventarnummer: G 107; Höhe x Breite: 280,5 cm x 408 cm; Signatur: dreiblättriges Kleeblatt; Restaurierungen: 1966 und nach 2007
  • Darstellung: Szenen aus dem 1. Buch Samuel, Kapitel 25, Verse 18 und 23
  • Die Knechte Nabals haben Abigail, Nabals Frau, von der Abfuhr ihres Mannes unterrichtet. Sie macht sich ohne Wissen des Mannes auf den Weg zu David und nimmt viele Lebensmittel mit.
  • Hauptszene, Mitte:  Unterwegs trifft sie nun David mit seinen Kriegern, steigt vom Pferd herab, fällt vor David nieder, bittet um Gnade und präsentiert Geschenke.
  • Nebenszene, links und Mitte: Dienerinnen bringen weitere Lebensmittel als Geschenke. Ein Diener hält das Pferd, von dem sie eben abgestiegen ist.
  • Nebenszene, links im Hintergrund: Knechte laden weitere Lebensmittel ab.

Galerie aktualisiert am 15.03.2020. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Tapisserie „Abigail unterrichtet Nabal“

  • Inventarnummer: G 109; Höhe x Breite: 286 cm x 211 cm; Signatur: keine; Restaurierungen: 1959 und nach 2007
  • Darstellung: Szenen aus dem 1. Buch Samuel, Kapitel 25, Verse 36-37
  • Abigail kehrt zu ihrem Mann Nabal zurück. Er hat ein Festmahl vorbereitet, an dem er sich betrinkt. Zunächst erzählt Abigail ihrem Mann nichts, erst am nächsten Morgen erzählte sie ihm alles. Nabal erschrickt und wird wie Stein. Wenige Tage danach stirbt er.
  • Hauptszene, Vordergrund: mit erhobenem Zeigefinger weist Abigail ihren Mann auf sein törichtes Verhalten hin. Er scheint sehr zerknirscht zu sein.
  • Nebenszene, rechts im Hintergrund: Darstellung des Festmahls

Galerie aktualisiert am 17.01.2021. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Tapisserie „David lässt um Abigail werben“

  • Inventarnummer: G 111; Höhe x Breite: 283 cm x 337 cm; Signatur: keine; Restaurierungen: 1961 und nach 2007
  • Besonderheit: kleine Farbunterschiede zwischen dem linken Drittel und dem Rest. Der Teppich scheint auseinander geschnitten oder das linke Drittel umgeschlagen und die linke Bordüre neu angesetzt worden zu sein.
  • Darstellung: Szenen aus dem 1. Buch Samuel, Kapitel 25, Verse 39 und 42
  • David möchte Abigail zu seiner Frau nehmen und sendet Knechte zu ihr. Abigail macht sich auf zu David, setzt sich auf ein Pferd und reitet mit ihren Mägden zu David.
  • Hauptszene, Vordergrund: zwei Gefolgsleute Davids überbringen Abigail die Botschaft.
  • Nebenszene, Mittelgrund: Abigail reitet auf einem Pferd zusammen mit ihren Mägden zu David.
  • Nebenszene, Hintergrund: David und Abigail fallen sich vor den Toren der Stadt in die Arme.

Galerie aktualisiert am 24.12.2020. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Thronsaal: Tapisserien „Berühmte Männer nach Plutarch“

  • Ensemble: siebenteilige Folge „Berühmte Männer nach Plutarch“
  • Jeder Wirkteppich ist einem Krieger aus Plutarchs Leben bedeutender Männer gewidmet.
  • Die dargestellten Begebenheiten, heroische oder großmütige Taten, konnten als Vorbilder für fürstliche Tugenden dienen.
  • Entwürfe: Victor Honoré Janssens (1658-1736)
  • Manufaktur: Werkstatt von Daniel und Urban Leyniers und Hendrik Reydams in Brüssel
  • Zeit: um 1735 bis 1745
  • Besonderheit: Teppiche zeugen von höchster Könnerschaft der Wirker. Ziel war die möglichst vollendete Nachahmung der Malerei. Hilfsmittel hierzu: Erfahrung in der Wollfärberei sowie eine Vielzahl von Farbtönen der Wollfäden in zahllosen Abstufungen
  • Hängung: Von Anfang an waren die Teppiche für den Thronsaal bestimmt. Wohl erst nach 1750 wurden sie im Thronsaal aufgehängt (genaue Datierung unbekannt). Seit 1808 sind sie im Thronsaal belegt und verblieben bis zur Auslagerung vor den Bombenangriffen des Zweiten Weltkrieges an ihrem Standort. Zwischen 1981 und 2002 hingen sie in den Räumen des Museums „Höfische Kunst des Barocks“.
  • Folgende Tapisserien der Folge hängen nicht im Schloss: „Einzug des Dion in Syrakus“ (Inv.Nr. G 165), „Leben des Perikles“ (Tapisseriefragment, Inv.Nr. G 156) und „Reigentanz des Theseus auf der Insel Delos mit Opfer im Apollotempel“ (Inv.Nr. BLM Gob. 1).

Alle Bilder des Zimmers (und weitere Ansichten der Tapisserien) finden sich hier: Thronsaal

Tapisserie „Fest des Lykurg“

  • Inventarnummer: G 166; Höhe x Breite: 383 cm x 618 cm; Signatur: keine; Restaurierungen: 1966 und nach 2007
  • Die Begebenheit spielt zur Zeit, als Sparta noch Königtum war. Lykurg war ein spartanischer Königssohn. Nachdem sein Vater und sein Bruder ermordet worden waren, regierte Lykurg als Vormund seines noch ungeborenen Neffen. Das Angebot seiner Schwägerin, das Kind zu töten, damit Lykurg selbst König werden konnte, lehnte er ab. Nach der Geburt seines Neffen brachten Diener den Säugling zu Lykurg, der gerade mit hohen Beamten bei einem Festmahl saß. Lykurg sagte zu den Anwesenden: „Ein König ist uns geboren, Spartaner!“. Dann legte er den Neffen auf einen Thron und gab ihm den Namen Charilaus (Volksfreude).
  • Hauptszene, Vordergrund: Männer lagern um eine Festtafel. Alle blicken erstaunt nach links. Ein Säugling sitzt auf einem Thronsessel, ein Mann, wohl Lykurg, hält eine Krone über sein Haupt.
  • Nebenszene, Hintergrund: ein hoch drapierter Vorhang verdeckt Teile einer Architektur. Durch die hohe Arkade und rechts des Gebäudes werden eine Landschaft und weitere Häuser sichtbar.

Galerie aktualisiert am 16.02.2021. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Tapisserie „Aristides opfert den Manen“

  • Inventarnummer: G 167; Höhe x Breite: 379 cm x 408 cm; Signatur: keine; Restaurierungen: 1966 und nach 2007
  • Die Begebenheit spielt nach dem Sieg der Griechen über die Perser bei Plataiai im Jahr 479 v. Chr. Aristeides von Athen kommandierte die athenischen Truppen in der Schlacht von Plataiai. Nach dem Sieg machte Aristeides den Vorschlag, es sollten alljährlich die Stellvertreter und Festgesandten Griechenlands in Plataiai zusammenkommen und alle fünf Jahre feierliche Kampfspiele unter dem Namen Eleutherien (Freiheitsfeste) veranstalten. Nachdem der Vorschlag Gesetz wurde, begingen die Platäer alljährlich eine Totenfeier zur Erinnerung an die gefallenen und beerdigten Griechen und zur Besänftigung der Manen.
  • Hauptszene, rechts: Vor einem Obelisken im freien Feld steht ein Mann, wohl Aristeides, der einen Kranz hält. Daneben steht ein Begleiter, davor sind Krieger versammelt.
  • Nebenszene, links: ein Scheiterhaufen für das Opfer ist aufgeschichtet, daneben ein mit Lorbeerzweigen beladener Wagen.
  • Nebenszene, rechts: ein Opfertier, ein Stier, wird herbeigeführt. Dahinter kündigen Trompetenbläser die Feier an.
  • Nebenszene, Vordergrund: ein Krieger schöpft aus einem Teich Wasser.
  • Nebenszene, Mittel-/Hintergrund: Zelte der Krieger sind zu sehen, im Hintergrund eine Landschaft mit einer Stadt.
  • Hängung: auf sehr frühen Fotos ist der Teppich rechts des Thronsessels zu sehen. Unklar bleibt, ob dies der Hängung im 18. und 19. Jh. entsprach.

Galerie aktualisiert am 07.02.2021. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Tapisserie „Timoleon beim Orakel von Delphi“

  • Inventarnummer: G 163; Höhe x Breite: 383 cm x 276,5 cm; Signatur: keine; Restaurierungen: 1965 und nach 2007
  • Die Begebenheit trug sich zu, ehe der korinthische Feldherr Timoleon zu einem Kriegszug nach Italien aufbrach. Zunächst begab er sich jedoch nach Delphi, um Apollon zu opfern. Beim Hinabsteigen in das Heiligtum wurde ihm ein Zeichen gesetzt, von den dort hängenden Weihegeschenken löste sich eine Weihebinde, flog herab und legte sich auf Timoleons Haupt, als würde er von Apollon gekränzt.
  • Hauptszene, Mitte: erschreckt beobachten Timoleon und seine Begleiter, wie sich die Weihebinde oberhalb seines Hauptes von der Säule löst.
  • Nebenszene, links: Pythia, die die Orakelsprüche deutet, sitzt auf einem Stuhl, davor liegen Bücher und Schriftrollen.
  • Nebenszene, Vordergrund: ein Widder liegt hier, eine Opfergabe Timoleons, daneben ein Beil und ein Kranz.
  • Nebenszene, Mittelgrund: Die Begebenheit spielt in einem Rundtempel, dessen Säulen teilweise durch einen Vorhang verdeckt sind. Links steht auf einem Sockel eine Statue von Apollon, davor ein Opfergefäß. Männer, teils Krieger, beobachten die Szene.

Galerie aktualisiert am 07.02.2021. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Tapisserie „Faustkampf des Knaben Eumenes“

  • Inventarnummer: G 164; Höhe x Breite: 382 cm x 231,5 cm; Signatur: keine; Restaurierungen: 1965 und nach 2007
  • Der junge Eumenes von Kardia, Sohn eines armen Mannes, lebte mit seinem Vater am Hof von König Philipp II. von Makedonien (dem Vater Alexanders des Großen) und erfuhr dort ein eine gute Bildung. Philipp sei Eumenes durch seine Intelligenz und Tapferkeit im Ringkampf aufgefallen, worauf er ihn zu sich nahm und Eumenes später als Sekretär in seine Dienste kam. Später wurde Eumenes ebenso Sekretär Alexanders des Großen und einer seiner Nachfolger.
  • Hauptszene, Vordergrund: ein sitzender, an eine Mauer gelehnter Mann mit Krone und in Rüstung, wohl Philipp, schaut dem Ringkampf zweier Knaben zu. Ein dritter Knabe liegt schon niedergeschlagen am Boden.
  • Nebenszene, Mittelgrund: zwei Männer und zwei Krieger schauen dem Ringkampf ebenso zu. Dahinter findet ein weiterer Ringkampf mit drei Jungen statt.
  • Nebenszene, Hintergrund: eine Landschaft mit Hügeln, einer befestigten Anlage und einer Stadt sowie ein Turm sind zu sehen.
  • Hängung: eine alte Fotoaufnahme zeigt den Teppich auf der Nordseite der Ostwand.