Schloss Bruchsal - Hauptbau / Corps de Logis - Beletage - Blaues Zimmer - Südliche Wand - Ausschnitt "Wehklagende Frauen" aus der Tapisserie "Europa auf dem Stier" aus der Serie "Die Verwandlungen des Jupiter" (Inv.Nr. G 128; Größe 361 cm x 543 cm; Wolle und Seide; hergestellt in Flandern zwischen 1650 und 1675) (aufgenommen im November 2019, um die Mittagszeit)
Schloss Bruchsal - Hauptbau / Corps de Logis - Von innen - Beletage - Blaues Zimmer - Von Westen - Blick vom Pagenzimmer nach Osten in das schmale Blaue Zimmer und auf die Tapisserien "Leda mit dem Schwan" (links) sowie "Europa auf dem Stier" (rechts) (aufgenommen im März 2021, am Nachmittag)
Schloss Bruchsal - Hauptbau / Corps de Logis - Von innen - Beletage - Blaues Zimmer - Nördliche Wand - Ausschnitt aus der Tapisserie "Leda mit dem Schwan" aus der Serie "Die Verwandlungen des Jupiter" (hergestellt in Flandern zwischen 1650 und 1675; Inv.Nr. G 126; Höhe x Breite 344 cm x 352 cm; restauriert 1963 und nach 2007) (aufgenommen im Dezember 2020, am Nachmittag)

Kurze Beschreibung: das Blaue Zimmer (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

Quellen:

Kurze Beschreibung: Tapisserien „Die Verwandlungen des Jupiter / Jupiter Transformatus“

  • Ensemble: vierteilige Folge mit Szenen nach Ovid
  • Manufaktur: unbekannt, wohl Brügge oder Antwerpen, vielleicht auch Frankreich
  • Zeit: Drittes Viertel 17. Jahrhundert
  • Marken / Signaturen: keine
  • Beschaffung: die Tapisserien gehörten zum fürstbischöflichen Altbestand; 1805 erstmalig erwähnt; 1808 als Altbestand bezeichnet
  • Hängung: mindestens ab 1808 bis mindestens 1913 im nördlichen 3. Obergeschoss, 1897 vorübergehend nach Karlsruhe verbracht, ab den 1920er Jahren Hängung in der Beletage
  • Darstellungen: Göttervater Jupiter nähert sich in unterschiedlicher Gestalt sterblichen jungen Frauen. Als Stier entführt er die Königstochter Europa nach Kreta, als Schwan bezirzt er Leda, als Satyr schleicht er sich an die schlafende Nymphe Antiope heran und in menschlicher Gestalt, als Schäfer, täuscht er Mnemosyne. Aus allen Verbindungen gehen Kinder hervor. Die Mitten der horizontalen Bordüren werden durch Kartuschen betont, in den oberen steht jeweils die Inschrift „JUPITER TRANSFORMATUS“.
  • Besonderheit: die Teppiche der Folge wurden mehrfach auseinander geschnitten und mit anderen Teppichteilen kombiniert, ebenso wurden Bordüren abgetrennt und wieder angesetzt.
  • Folgende Tapisserien der Folge hängen nicht im Schloss: „Jupiter und Antiope“ (Inv.Nr. G 125) sowie „Täuschung der Mnemosyne“ (Inv.Nr. G 127).

Alle Bilder aller Tapisserien der Beletage finden sich hier: Die Tapisserien der Beletage des Hauptbaus

Galerie: Historische Pläne – Blaues Zimmer (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

Galerie aktualisiert am 18.02.2022. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Galerie: Blaues Zimmer (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

Galerie aktualisiert am 20.05.2021. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Galerie: Tapisserie „Europa auf dem Stier“ – Blaues Zimmer (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

  • Inventarnummern: G 128, G129; Höhe x Breite: 361 cm x 543 cm; Signatur: keine; Restaurierungen: 1961 und nach 2007
  • Besonderheit: zu einem nicht bekannten Zeitpunkt wurde die Tapisserie rechts getrennt und ein Teilstück einer anderen Tapisserie („Callisto“) angefügt. Bei der Restaurierung 1961 wurde der Teppich in seinen heutigen Zustand versetzt.
  • Darstellung: Eine Szene aus Ovid, Metamorphosen, Buch II, Vers 833-875, Jupiter und Europa. Europa ist die Tochter des phönizischen Königs Agenor. Zeus (Jupiter) verliebte sich in sie. Er verwandelte sich wegen seiner argwöhnischen Gattin Hera in einen Stier. Sein Bote Hermes trieb eine Stierherde in die Nähe der am Strand spielenden Europa, die der Zeus-Stier auf seinem Rücken entführte. Er schwamm mit ihr zur Insel Kreta, wo er sich zurückverwandelte. Der Verbindung mit dem Gott entsprangen drei Kinder. Auf Grund einer Verheißung der Aphrodite wurde der fremde Erdteil nach Europa benannt.
  • Hauptszene, rechts der Mitte: die Darstellung gibt den Augenblick wieder, als Jupiter (in Gestalt eines mit Blumengirlanden bekränzten Stiers) Europa über das Meer entführt. Europa hält sich an seinem linken Horn fest. Voraus fliegt Hymen (der Gott der Hochzeit), die Hochzeitsfackel schwingend, links fliegt Amor (der Gott der Liebe) mit Pfeil und Bogen.
  • Nebenszene, links: am Strand bleiben die drei Begleiterinnen Europas zurück, wehklangend
  • Nebenszene, Mittelgrund: eine üppige Baumlandschaft, die Vorder- und Hintergrund trennt
  • Nebenszene, Hintergrund: eine Landschaft am Ufer mit einem schlossartigen Gebäude

Galerie aktualisiert am 20.11.2019. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Galerie: Tapisserie „Leda mit dem Schwan“ – Blaues Zimmer (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

  • Inventarnummer: G 126; Höhe x Breite: 344 cm x 351,5 cm; Signatur: keine; Restaurierungen: 1963 und nach 2007
  • Besonderheit: der Teppich wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt rechts beschnitten, der Anschluss der Bordüre rechts nach oben und unten hin ist nicht organisch, das Bildfeld wirkt rechts bedrängt.
  • Darstellung: Eine Szene aus Ovid, Metamorphosen, Buch VI, Vers 109, Jupiter und Leda. Zeus (Jupiter) verliebte sich in Leda. Er näherte sich ihr in der Gestalt eines Schwanes und schwängerte sie. Doch auch Ledas Mann Tyndareos schlief in dieser Nacht mit ihr. Leda gebar zwei Eier mit vier Kindern.
  • Hauptszene, rechts der Mitte: unter einem Baum sitzt eine eine junge Frau (Leda) und liebkost den Hals eines vor ihr stehendes Schwans (Jupiter). Ein oberhalb des Schwans fliegender Putto schießt einen Pfeil auf die junge Frau. Über ihr sitzt im Geäst ein Papagei, ein Symbol der Liebe.
  • Nebenszene, Mittelgrund: in einem Gewässer steht ein großer Brunnen, aus dem Wasser herunterläuft. In dem Gewässer befinden sich etliche weitere Vögel.
  • Nebenszene, Hintergrund: in einem barockartigen Garten steht ein schlossartiges Gebäude im Stil des Klassizismus.

Galerie aktualisiert am 03.05.2021. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Galerie: Gemälde (Auswahl) – Blaues Zimmer (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

  • Westwand – Supraporte „Hirtin mit Schafen“ (gemalt vermutlich von Philipp Peter Roos, um 1700; Inv.Nr. G 776; Gemälde Nr. 35)
  • Nordwand – Supraporte „Pflügender Bauer“ (gemalt vermutlich von Philipp Peter Roos, um 1700; Inv.Nr. G 777; Gemälde Nr. 3

Galerie aktualisiert am 29.08.2020. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.