Schloss Bruchsal - Hauptbau - Beletage - Kuppelsaal - Blick von Westen nach Osten in die rekonstruierte Kuppel - Im Zentrum: Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn als Erbauer der Residenz (Malereien von Johann Zick und Sohn Januarius, restauriert von Karl Manninger, Stuckaturen von Johann Michael Feichtmayr) (aufgenommen im Juni 2018, um die Mittagszeit)
Schloss Bruchsal - Hauptbau - Beletage - Kuppelsaal - Blick vom Marmorsaal in den Kuppelsaal (aufgenommen im April 2018, um die Mittagszeit)
Schloss Bruchsal - Hauptbau - Beletage - Kuppelsaal - Blick von Osten nach Westen in die rekonstruierte Kuppel - Im Zentrum: Fürstbischof Franz Christoph von Hutten als Bauherr und Förderer der Künste (Malereien von Johann Zick und Sohn Januarius, restauriert von Karl Manninger, Stuckaturen von Johann Michael Feichtmayr) (aufgenommen im Juni 2018, um die Mittagszeit)

Kurze Beschreibung: Kuppelsaal (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

  • Baugeschichte
    • 1725: erste Arbeiten am Corps de Logis. Grundlage waren Risse von Maximilian von Welsch (aus Mainz) sowie Überarbeitungen von Michael Ludwig Rohrer (aus Baden-Baden) und Anselm Franz von Ritter zu Groenesteyn (aus Mainz).
    • 1726: Schörnborn lässt ohne Wissen von Ritter ein Zwischengeschoss (Mezzanin) zwischen Erdgeschoss und Beletage einfügen. Das machte die bestehende Planung der Hauptreppe von der Intrada zum Kuppelsaal zunichte.
    • Ritter legte eine neue Treppenplanung vor, die Schörnborn jedoch nicht zusagte. Schönborn bestand weiterhin auf dem teilweise schon gebauten Mezzanin, worauf der Architekt sich zurück zog.
    • 1727: Der verbleibende Architekt Rohrer fand keine adäquate Lösung und wurde von Schönborn entlassen. Johann Georg Stahl übernimmt die Bauaufsicht des weiteren Ausbaus.
    • 1728: Im Januar kommt Balthasar Neumann nach Bruchsal, besichtigt den Bau und sendet im Oktober neue Planungsunterlagen an Schönborn. Der Ausbau des Nord- und Südteils des Corps de Logis geht weiter.
    • 1731: Im Januar kommt Neumann erneut nach Bruchsal, um die Planungen zu besprechen. Für das “Loch in der Mitten” fand er eine geniale Lösung.
  • Architektur
    • Neumann übernahm die Idee mit der Brücke zwischen den beiden Festsälen, weitete sie in der Mitte zu einer von einem Gewölbe getragenen Ebene aus, welche die ovale Form des Treppenraums aufnahm. Damit entstand unter der Plattform ein weiterer Raum, der später die Grotte werden sollte.
    • Zusätzlich fasste er die Plattform mit einer Balustrade ein, die in gleicher Weise auch um das Oval der Außenwände geführt wurde. Damit wurde die Sicht auf die Treppenläufe verdeckt und der Eindruck eines Saalraumes hervorgerufen.
    • Die Treppenläufe führte er über zwei Zwischenpodeste entlang der Außenwände um den mittigen Ovalkörper geschickt nach oben, der Antritt der Treppe konnte wie ursprünglich geplant auf der Westseite der Intrada verbleiben, der Austritt der Treppe war verkürzt und man betrat am oberen Ende der Treppe unmittelbar die Plattform.
    • Den Treppensaal hatte er zu den Lichthöfen hin mit wandhohen Fensteröffnungen konzipiert und als Abschluss nach oben eine Hohlkehle und darüber eine große Kuppel geplant.

Quelle: Kurt Lupp: Schloss Bruchsal – Bau, Zerstörung und Wiederaufbau

Galerie: Kuppelsaal (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

Galerie aktualisiert am 17.07.2018. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Galerie: Türen – Kuppelsaal (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

Galerie aktualisiert am 27.02.2019. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Galerie: Details – Kuppelsaal (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

Galerie aktualisiert am 27.02.2019. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Galerie: Gesamtaufnahmen – Kuppel des Kuppelsaals (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

Galerie aktualisiert am 02.03.2019. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Galerie: Viertelsegmente – Kuppel des Kuppelsaals (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

Galerie aktualisiert am 16.06.2018. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Galerie: Hauptmotive – Kuppel des Kuppelsaals (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

Zum Bildprogramm:

  • Bild 2: Vereinigung des Bistums Speyer mit der Propstei Weißenburg, die Bischof Philip II. von Flersheim 1545 bei Kaiser Karl V. erreichen konnte; Personifikationen von Bruchsal und Weißenburg reichen sich die Hände und werden von der „Unzertrennlichkeit“ verbunden.
  • Bild 4: Bischof Konrad I. von Speyer erhält im Jahr 1056 den Königshof Bruchsal aus der Hand von Kaiser Heinrich III; im Vordergrund kniet Merkur, der die Personifikation Bruchsals auf den noch leeren Thron hinweist, um anzuzeigen, dass diese Stadt knapp 700 Jahre später einmal Bischofsresidenz werden würde.

Galerie aktualisiert am 16.06.2018. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Galerie: Nebenmotive der “himmlischen” Zone – Kuppel des Kuppelsaals (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

Galerie aktualisiert am 09.08.2018. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Galerie: Nebenmotive des “irdischen” Bereichs – Kuppel des Kuppelsaals (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

Galerie aktualisiert am 09.08.2018. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Galerie: Kartuschen – Kuppel des Kuppelsaals (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

Galerie aktualisiert am 16.06.2018. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Galerie: Sonstiges – Kuppel des Kuppelsaals (in der Beletage des Hauptbaus von Schloss Bruchsal)

Galerie aktualisiert am 12.03.2019. Klicken bzw. tippen Sie auf ein Bild, um das Bild groß zu sehen.

Quellen zum Bildprogramm

  • Elena Hahn: Ikonographie der Fresken im Kuppelsaal, Schloss Bruchsal (internes Dokument der SSG BW) – 2018 (?)
  • Johannes Zick: Unterthänigstes Denckmahl Der schuldigsten Danckbarkeit… – 1756,
    siehe die digitalisierte Version der Uni Heidelberg

Siehe auch